Die ausgewählten Systeme sind im Dialogannahmeraum zu präsentieren, die Vorteils-/ Nutzenargumentation wird dazu erstellt und eingeübt. Das Anbieten eines Systems ist bei entdeckten Schäden obligatorisch und wird auch bei internen Werkstatttests überprüft. Das Anbieten von Motorwäschen bei Marderschäden ist obligatorisch. Die Abklärung einer Verrechnungsmöglichkeit eventueller Schäden mit der Versicherung gehört zum Kundenservice, das Serviceteam muss die Details dazu kennen. Marderabwehrsysteme helfen zur Schadenvermeidung Lt. Fachleuten ist das Hochspannungsprinzip das Wirksamste. Marder-Schadenbilanz Die Beseitigung der Marder-Attacken kostete 2025 durchschnittlich 500 Euro. In der Spitze waren sogar Reparaturen von mehr als 2.500 Euro nötig. Insgesamt beliefen sich die Regulierungskosten allein nur bei der HUK-Coburg  auf 15,3 Millionen Euro. Aber ein Marderbiss kann nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden. Oft bleiben die Schäden unentdeckt, da die spitzen, kleinen Zähne der Raubtiere nur stecknadelgroße Einstiche hinterlassen. Während der Fahrt kann es recht schnell zu Folgeschäden kommen, z. B. durch Kühlwasserverlust im Motor. Marderschäden sind oft, aber nicht immer, in der Teilkasko mitversichert. Zudem schützen manche Policen auch nur vor den unmittelbaren Schäden, also z. B. den zerbissenen Schläuchen. Teuer werden jedoch meist die Folgeschäden, wenn Teile wie Motor oder Bremsen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung schützt vor finanziellen Schäden durch Marderbisse, wobei einige Tarife nur direkte Schäden abdecken, während andere auch Folgeschäden übernehmen.
Verkaufstipp Nr. 2: das Marderschutzsystem
Die Marder scheinen sich immer mehr für die Motorräume in Deutschlands Autos zu interessieren. Kollegen/Innen geben an, dass sie bei etwa 10 Prozent aller Durchgänge Spuren des Nagers finden. Marder können große Bissschäden im Motorraum anrichten. Ab den Frühjahrsmonaten bis in den Herbst hinein gelten Marder als besonders bisswütig. Marder machen sich zwar das ganze Jahr über an Kabeln, Schläuchen und Abdeckungen im Motorraum zu schaffen. In den Frühjahrs- und Sommermonaten nimmt dieses Verhalten aber deutlich zu. Der Grund: Im Frühjahr reagieren Marder besonders aggressiv auf Duftmarken fremder Artgenossen. Sie ziehen sich gerne in warme Motorräume zurück und markieren ihr Revier. Diese Duftmarken sorgen dafür, dass andere Marder Leitungen zerbeißen. Dies kann zu gefährlichen Ausfällen der Fahrzeugtechnik führen, insbesondere bei Elektroautos, da bei defekten Hochvoltkabeln oft der gesamte Kabelsatz ausgetauscht werden muss, das kann extrem teuer werden. Die Versicherungswirtschaft meldet täglich bis zu 1.000 Marderschäden, dazu kommt noch die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Schäden. Der Einbau eines Marderschutzsystems zur Vorbeugung weiterer Schäden scheitert oft schon an den persönlichen Vorbehalten einiger Service- beraterinnen und Serviceberater. Einerseits gibt es in der Praxis extrem unterschiedliche Ansichten über die Wirksamkeit der verschiedenen Systeme, begonnen beim Pfefferspray bis hin zu Ultraschallgeräten und andererseits besteht eine starke Verunsicherung für den Fall, dass man den Kunden ein System empfiehlt und einbaut und das böse Vieh beißt kurz darauf wieder zu - trotz aller Vorsorge. Dies wird oft behauptet, ob es wirklich so ist bleibt dahingestellt. Vorbeugemaßnahmen Ultraschallwellen, Drahtmatten und Motorraumkontrollen Zwar gibt es keinen hundertprozentigen Schutz, sehr wohl aber einige Maßnahmen, die Marder nicht mögen, z. B. durch regelmäßiges Öffnen des Motorraums können sich Marder gestört fühlen und das Weite suchen. Zusätzliche Kabelummantelungen können helfen, Bissschäden zu verhindern. Spezielle Marderschutzsysteme, die mit leichten Stromstößen oder Ultraschallwellen die Tiere vertreiben, bieten ebenfalls Schutz. Die Empfehlung für den Serviceverkauf lautet für dieses Thema folgendermaßen: Marderschäden im Motorraum häufen sich, je nach Landstrich sind bis zu 10 Prozent und mehr aller Fahrzeuge betroffen. Es besteht also ein dringender Bedarf nicht nur in Sachen Instandsetzung, sondern auch zur Schadenvorsorge. Das Urteil „ob man überhaupt ein System anbietet“ und wenn ja „welches“, kann nicht den einzelnen Mitarbeitern zur individuellen Handhabe überlassen werden, es muss eine für alle verbindliche Entscheidung getroffen werden: „Im Falle eines Marderschadens empfehlen wir unseren Kunden das System X oder Y!“ Das Personal hat diese Empfehlung dann umzusetzen.
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